, Dario Wüest

Rückblick Fasnacht 2025

Aus dem Schatten in die Gassen

35 Jahre Musegg-Geischter Lozärn, ein Grund zu feiern. So bot die Fasnacht 2025 wieder ein Highlight nach dem anderen und bleibt unvergesslich in Erinnerung. Mit dem Sujet «Schatten der Museggmauer» hüllten wir uns komplett in Schwarz und stürzten uns so an die Lozärner Fasnacht.

Traditionell traf man sich um 04.30 Uhr am SchmuDo-Morgen beim MGL-Teewagen. Das erste Mal die individuell gestalteten Kostüme sehen, ein Teeli oder Bier trinken und gegen 04.50 Uhr einstehen. Punkt fünf der Urknall: Rhythmus an und los Richtung Rathaustreppe. Jedes Jahr ein besonderer Moment, wenn die Guuggemusig die Gasse hinaufläuft und erstmals das Sujet präsentiert. Es folgte der Auftritt auf der Rathaustreppe mit Gässle zum Hotel Drei Könige, wo es die erste Stärkung gab. Beim Zmörgele wurden wie jedes Jahr die Jubilare geehrt, bevor es weiter zur Zunft an der Reuss ging. Der Fototermin wurde von einem spontanen Schneesturm begleitet, der uns den ganzen Morgen erhalten blieb. Den Abschluss bildete der Auftritt bei der neuen IG Pfistergasse.

«Mini-Bühne, mega Stimmung – eng, laut, intensiv. Der Cambrias-Auftritt war pures Fasnachtsfeeling.»
Reto Krummenacher, Tambi

Nach dem Nachtessen im Modomio ging es weiter zu den Cambrias bei der LUKB, wo wir erstmals auftraten. Nach reichlich Gässlen war ein gemeinsamer Auftritt mit den Lozärner Kracher geplant. Da die Bühnen kleiner ausfielen, wurden daraus zwei einzelne Auftritte, was dem gelungenen Abschluss des ersten Tages keinen Abbruch tat.
Am Rüüdige Samschtig starteten wir mit dem Gönnerapéro auf dem Mühlenplatz. Der Einmarsch wurde mit schwarzem Rauch untermalt. Nach einer kurzen Pause folgte ein Auftrittsmarathon: Schweizerhof-Guuggete, Jesuitenplatz, Födlitätscher auf dem Kapellplatz und zum Abschluss der Franziskanerplatz.

«Flache Bühne, starke Arme – dafür ein fantastisches Publikum. Schweizerhof: sofort wieder!» 
Reto Krummenacher, Tambi

Der Güdismontag gehört seit einigen Jahren den Musegg-Geischtlis. 19 von ihnen begleiteten uns am Morgen, standen bei Auftritten mittendrin und lebten die Fasnacht mit. Am Abend folgte nach einem Ständchen bei der Stern Bar ein Nachtessen im Modomio und ein weiterer Auftritt bei der IG Pfistergasse. Danach spielten wir bei der Wey-Zunft und trafen anschliessend die RüssSuuger Ämme zu einem gemeinsamen Auftritt. Nach spontanen Planänderungen fanden wir Platz auf dem Kornmarkt und zogen später weiter zum Franziskanerplatz.

«Gemeinsam mit den RüssSuuger – zwei Ortswechsel, volle Gassen, und am Ende landet der Auftritt spontan auf dem Rathausplatz. Genau solche Momente machen Fasnacht aus.» 
Reto Krummenacher, Tambi

Der Güdisdienstag, der letzte Fasnachtstag, startet traditionell etwas später. Da die Födlitätscher mit ihrem Sujet «Off White» im Kontrast zu unserem standen, gässleten wir im Schachbrettmuster gemeinsam zur Rathaustreppe. Danach trennten sich Schwarz und Weiss wieder. Die Zeit bis zum Monstercorso füllten wir mit Auftritten bei den Ronfägern in der Münzgasse und erneut auf dem Jesuitenplatz. Im Block 4 durften wir den «Schatten der Museggmauer» ein letztes Mal präsentieren.

Die lange Abschlussnacht verbrachten wir mit diversen weiteren Auftritten. Nach dem vorletzten Auftritt im Zöpfli, ging es in Einerkolonne auf den Mühlenplatz. Die Stadt wurde leerer – es schien, als zogen nur noch Schatten durch die Gassen. Doch um 05.00 Uhr: Licht an – unser letzter Auftritt. Der Mühlenplatz füllte sich plötzlich, und 
wir genossen eine letzte Stunde Fasnachtsfreude. Übermüdet, glücklich und etwas wehmütig machten sich die Schatten der Museggmauer auf den Heimweg. Sicher ist: Am SchmuDo-Morgen 2026 tauchen sie wieder auf – mit neuem Sujet und ungebändigter Fasnachtsfreude.