, Jan Bühler

Ein Blick ins Archiv

Das Chendermonschter und die Musegg-Geischter

Ohne Chendermonschter – keine Musegg-Geischter: So lässt sich die Entstehungsgeschichte unserer Guuggemusig wohl am besten zusammenfassen. Alles begann 1990, als wir (oder besser gesagt unser Gründer Marco Lego Wicki) am Chendermonschter unseren allerersten Auftritt wagten – damals noch als Ein-Mann-Musig und unter der Schreibweise «Musegggeister». Dieser Schriftzug zierte die Trommel oder genauer gesagt den orangen Plastikkübel von Marco.

Nur drei Jahre später, 1993, kam es zu einer entscheidenden Veränderung: Wir änderten unseren Namen in Musegg-Geischter und traten erstmals als kleine Kinderschar am Güdis zischtig beim Chendermonschter auf. Dieser Auftritt sollte der einzige an der Fasnacht 1993 bleiben – doch er legte den Grundstein für alles, was folgte. So wurden am besagten Anlass unter anderem Werbeflyer verteilt, die zahlreiche Neumitglieder und bis heute prägende Personen des Vereins (u. a. Christian Kunz, Sämi Deubelbeiss und Jan Bühler) anzogen.


In den darauffolgenden Jahren bauten wir unser Fasnachtsprogramm Schritt für Schritt aus. Zwar blieb das Chendermonschter stets unser absolutes Highlight, doch es kamen immer mehr Gelegenheiten hinzu, die Fasnacht mitzugestalten und unsere Rhythmen (erst ab dem Jahr 2000 hatten wir auch ein Bläserregister) zu präsentieren.

Um die Jahrtausendwende änderte sich unser Blick auf den Anlass. Wir fühlten uns erwachsen und wollten – wie die grossen Musigen – lieber auf die «Stäge» oder an die Strassenfasnacht. Dadurch trat das Chendermonschter langsam in den Hintergrund, auch wenn wir den Anlass bis heute als wichtiges Kapitel unserer Geschichte schätzen. Eines bleibt klar: Ohne das Chendermonschter gäbe es die Musegg-Geischter in ihrer heutigen Form nicht. Es war der Ort, an dem alles seinen Anfang nahm.


Über das Chendermonschter

Das Chendermonschter wird organisiert von den «Vereinigte». Am Chendermonschter präsentieren jährlich über 1'000 fasnachtsbegeisterte Kinder im Alter von 0 bis 15 Jahren am Güdisdienstag-Nachmittag mit Stolz und grosser Freude ihre selbst gemachten Sujets und ziehen trötend und rasselnd an tausenden von Zuschauern vorbei. Das Chendermonschter ist ein kunterbuntes Fasnachtstreiben, welches nicht nur die Kinderherzen höherschlagen lässt. Start ist jeweils um 14.30 Uhr, eine Anmeldung braucht es nicht.